Abteilung Breitensport

BTSV- Reise 2016 ging ans Rote Meer

Unser erster Eindruck:
Es gibt aber auch gar nichts, über das man sich beschweren kann. Selbst das Wetter ist mit täglichem Sonnenschein und angenehmen 30 Grad ohne Makel. Das Gorgonia Beach Hotel ist eine wunderschöne Anlage mit paradiesischem Garten, überall blüht es in den schönsten Farben.

Auch unter Wasser am Hausriff gibt es täglich Neues zu entdecken.
Dabei sind nur einige Meter über den Steg zurückzulegen und schon kann man sich angerödelt nach unten plumpsen lassen.

Die BTSV- Reise ist zweigeteilt: Eine kleine Truppe des TC Oktopus Karlsruhe bekommt nach der ersten Woche Verstärkung durch Taucher aus verschiedenen BTSV Vereinen. In beiden Wochen stehen Tauchlehrer zur Verfügung, um die weniger Erfahrenen zu betreuen.

Helga erzählt von der ersten Woche: Während Julia schnorchelt,, nehmen Hannelore und Michael mich unter Wasser unter ihre Fittiche, zeigen viel Geduld, wenn ich meine „halbe Ausrüstung“ vergesse oder – vor lauter Schwätzen – verpasse, den Inflator am Jacket zu montieren. Immer wieder machen sie mir Zeichen: “Nicht SCHWIMMEN – TAUCHEN!!! Hände zusammen!!! Und zappel nicht so mit den Beinen!!!“
Sie zeigen mir diese wunderschöne Unterwasserwelt – ich komme aus dem Staunen nicht heraus! Ein Highlight ist für mich das Schnorcheln mit einer großen Delfinschule bei einem Bootsausflug nach Sataya. In Marsa Egla suchen wir das Dugong, das aber leider grade nicht zu Hause ist.

Andere erleben ihren ersten Wracktauchgang: Es ist schon ein besonderes Gefühl, da entlang zu tauchen, wo früher Menschen im Sturm gegen das Untergehen kämpften. Die Galgen, an denen einst die Rettungsboote hingen, sind ausgefahren, das lässt sich noch gut erkennen. So hoffen wir, dass die Besatzung sich retten konnte, als der Frachter Hamada 1993 sank.

Wir betauchen die Aufbauten mit Brücke und Mannschaftsräumen, die Schraube am Heck und den Laderaum. Langsames, vorsichtiges Hineintauchen, damit an der Ausrüstung nichts beschädigt wird. Schließlich sind die stählernen Wrackteile teilweise sehr scharfkantig.

Ein weiteres Highlight ist dann zweifelsohne der Nachttauchgang. Immerhin für zwei aus der Gruppe der erste Nachttauchgang überhaupt! Für die beiden auf jeden Fall ein besonderer Eindruck, aber auch für uns „Routiniers“ ein schönes Erlebnis. Sepia, Kalmare, viele Federsterne, Gorgonenhäupter, Schnecken, Einsiedlerkrebse, Gebänderte Scherengarnelen und vieles andere. Dass man einen schlafenden Papageienfisch nicht stören soll, hatten unsere „Neulinge“ schon vorher von Rainer erfahren.

Der Wind hat einige Bootsfahrten von der Liste gefegt – aber auch das Hausriff bringt an jedem Tag neue Erlebnisse. Uns wird es nicht langweilig. Was schreibt man am Abend in das Logbuch? Wie hieß noch dieser Fisch mit der langen Schnauze? Hast Du den Drachenkopf gesehen? Was spielt sich da auf der Putzerstation ab? Auch unsere Schnorchlerin Julia kann von Begegnungen mit Hornhechten, Kalmaren, Drückerfischen und vielen Schwärmen „Buntes“ berichten.

Der letzte Nachmittag ist wegen des Heimfluges tauchfrei und wird von einigen zu einer Wüstentour per Quad genutzt. Sie kommen wie die Beduinen zurück: Voller Wüstenstaub, den Kopf mit dem bekannten Tuch ortsüblich umwickelt. Sieht stark aus!

Es ist einfach toll und die Zeit vergeht wie im Flug…… Am Ende der Reise sind wir eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Frage taucht auf:
Wo fliegen wir als nächstes hin?????

Julia, Michael, Helga, Thomas, Frieder, Jörg, Hannelore, Rainer

(Die Bilder sind von Thomas, Rainer und Hannelore)