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Am Dienstag 22. September fand in Altenheim eine Bürgeranhörung zum Thema Tauchverbote im Fohlengarten und Wacholderrain statt.

Eingeladen hatte der Bürgermeister der Gemeinde Neuried, Herr Fischer. Es waren insgesamt rund 40 Personen anwesend, davon ein Jagdpächter, zwei Vertreter des Angelvereins, mehrere Ortschaftsräte, Gemeinderäte sowie eine große Zahl an Tauchern.

Neben den Vertretern des BTSV und zwei lokalen BTSV-Vereinen waren auch zwei regionale Tauchschulen, Vertreter der DLRG und der Feuerwehr sowie mehrere privat organisierte Taucher anwesend.

Ziel des Abends sollte sein, einen Konsens zwischen den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzergruppen zu finden. Es wurde in der Regel sachlich und vernünftig argumentiert. Mehrfach wurde das Allgemeinrecht Schwimmen = Tauchen angeführt und die meisten Taucher zeigten sich zum Dialog und zu Kompromissen bereit.

Der Ortschaftsrat und die Gemeinde haben in den letzten Jahren eine massive Zunahme der Bade- und Tauchgäste am See verzeichnet. Ein Grund hierfür ist die nahegelegene „Pierre-Pflimlin-Brücke“ über den Rhein nach Frankreich. Seit deren Fertigstellung hat sich der Tourismus an die badischen Seen deutlich verstärkt.

Problem 1 „Badegäste“:

An Hochsommertagen wurden weit über 100 PKWs am See gezählt (50% französische Kennzeichen). Zeitlich begrenzt auf die Sommerzeit ca. Juli und August.

Problem 2 „Taucher“:

An sieben Tagen der Woche wird getaucht, auch oft in der Abenddämmerung und das das ganze Jahr über mit Schwerpunkt Mai bis Oktober.

Der Jagdpächter hat durch die abendlichen Aktivitäten am See (Nachttauchen) ein großes Problem sein Wild zu schießen, die Angler können ihrem Hobby auch nur begrenzt nachgehen.

Mit diesem Hintergrund hat der Ortschaftsrat das Tauchverbot beschlossen. Eine Umsetzung des Verbots ist bisher noch nicht erfolgt.

Am Ende der Bürgeranhörung hat Herr Bürgermeister Fischer ein Resümee gezogen und wird verschiedene Lösungsvorschläge mit in die weiteren Beratungen mit Gemeinde, Ortschaftsrat und Verwaltung einbeziehen und um danach eine verträgliche Lösung vorzuschlagen. Bei Bedarf wird er gezielt auf die Interessensvertreter nochmal zugehen.

Eine zukünftige Einschränkung am Fohlengarten wird kommen, wie diese im Detail aussieht ist aktuell noch offen.

Der BTSV wird versuchen eine für alle beteiligten Nutzer der Seen einvernehmliche Lösung zu finden.