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Wie kann ich als Trainer das allwöchentliche Schwimmbadtraining interessanter, abwechslungsreicher und effektiver gestalten? Wie schaffe ich ein möglichst vielseitiges Angebot für Taucher im Hallenbad? Muss das Tauchtraining zwangsläufig immer im Wasser stattfinden? Können wir (Taucher) auch von anderen Sportarten lernen?

         

Diese und andere spannende Fragen standen am Samstag den 11. Februar 2017 im Fokus der BTSV Fortbildung „Abwechslungsreiche Trainingsideen“ an der Sportschule Schöneck. 
Antje Müller, selbst Tauchlehrerin, Trainer A Breitensport, Pilates Trainerin und Nordic-Walking-Instruktorin bot den 14 TeilnehmerInnen aus ganz Süddeutschland ein vielseitiges Angebot an Übungen im und außerhalb des Wassers. Sie hielt die TeilnehmerInnen an, auch einmal über den Tellerrand zu schauen und Übungen aus anderen Sportarten ins Tauchtraining zu integrieren. Dazu gehörten klassische Übungen wie Liegestütze genauso wie Übungen aus dem Hirnleistungs- oder Faszientraining. Denn gerade nach einem stressigen Arbeitstag ist es wichtig, der Trainingsgruppe jede Woche etwas Neues und Überraschendes anzubieten und die TeilnehmerInnen dort abzuholen, wo sie aktuell im Alltag stehen. Das bedeutet, dass sie Erfolgserlebnisse und Verbesserungen selbst auch spüren lernen sollen. Antje rät den Trainern hierzu Elemente aus Pilates und Yoga ins Badtraining einzubauen. Denn diese Übungen zielen darauf ab, Körperspannung und Körperwahrnehmung zu erhöhen. Hierfür ist es nicht wichtig, dass eine Sporthalle zur Verfügung steht. Zahlreiche Übungen können aber auch in die Schwimmhalle oder ins Wasser übernommen werden.

Abwechslung schafft neben der Übungsvielfalt auch das Instrumentarium, das im Wasser als Trainingsgerät eingesetzt werden kann. Antje riet zum Einbezug alltäglicher Gegenstände wie Handtüchern, Eimern, Wasserflaschen oder Joghurtbechern als Trainingsgeräte. Spannend waren aber auch Tipps wie den Schnorchel einfach einmal auf die andere Seite zu nehmen, um dem eigenen Gehirn neue Impulse zu geben und dieses somit zu trainieren und fordern. Das Seminar schaffte dadurch einen gelungenen Mix aus Übungen zur ganzheitlichen Körperwahrnehmung in, am und rund ums Wasser.

Im Namen aller TeilnehmerInnen möchte ich mich herzlich bei Antje für die engagierte und kompetente Durchführung der Veranstaltung bedanken. Sie hat einmal mehr bewiesen, dass im Namen Tauchsport auch der „Sport“ jederzeit seine Berechtigung hat.