Abteilung Umwelt & Wissenschaft

Der BTSV hat den offenen Brief gegen die geplante Felchenmast im Bodensee gemeinsam mit vielen anderen Organisationen unterschrieben.

32 Organisationen und Verbände aus Deutschland, Schweiz und Österreich fordern von Landwirtschaftsminister Hauk, die Felchenmast in Netzkäfigen im Bodensee nicht weiter zu unterstützen.

Der internationale Protest aus den Bodenseeanrainerstaaten gegen die Felchenmast im Bodensee wird von 32 Organisationen, darunter die Umweltschutzverbände, Fischereiverbände, Berufsfischerverbände, Sportanglerverbände, Jagdverband, Seglerverband und Sporttaucherverbänden getragen.

„Die Umweltorganisationen rund um den Bodensee lehnen Aquakultur in Netzkäfigen grundsätzlich ab, da diese eine Form der Massentierhaltung darstellt und mit massiven Beeinträchtigungen für die Wasserqualität und die Umwelt einhergeht“, so Dr. Antje Boll, stellvertretende Geschäftsführerin des BUND Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. Elke Dilger vom Verband Badischer Berufsfischer dagegen sieht in dem Vorhaben der Aquakultur vor allem eine große Konkurrenz für die traditionelle Netzfischerei. „Eine Aufpreisvermarktung für Bodenseefisch wird dann nicht mehr möglich sein. Das bricht den Berufsfischern das Genick“, so Dilger. Aber auch das Landschaftsbild und die Nutzung für Freizeitaktivitäten sehen die Unterzeichner beeinträchtigt. „Bereits bei den geplanten 10 bis 12 Netzgehegen im See entsteht eine Störung des Landschaftsbildes und der Freizeitnutzung des Sees. Die Ausübung des Wassersports, der Angel- und Berufsfischerei wird durch Netzgehege beeinträchtigt. Für die Schifffahrt müssten Sperrzonen rund um die Käfige errichtet werden“, gibt Thomas Lang vom Angelsportverein Konstanz zu bedenken.

Felchenmast im Bodensee birgt viele Risiken für die Umwelt, schränkt die Freizeitnutzung ein und gefährdet den Fortbestand der traditionellen Fischerei, so das Fazit der unterzeichnenden Verbände. Deshalb fordern sie Landwirtschaftsminister Hauk auf, jegliche Unterstützung für Forschung auf diesem Sektor aufzugeben und das Vorhaben einzustellen.

(Unterzeichner des offenen Briefs an Minister Hauk sind: BUND Landesverband BW, Pro Natura Thurgau, WWF Thurgau, Naturschutzbund Vorarlberg, Bodensee Stiftung,  BUND Naturschutz Bayern, NABU Landesverband BW, DUH Bundesverband, DUH Regionalverband Süd, Euronatur, Global Nature Fund, GNF Lebendige Seen, Landesseglerverband BW, Verband Badischer Berufsfischer, Genossenschaft Bayrischer Berufsfischer, Württembergischer Fischereiverein, Fischereiverband Thurgau, Internationale Arbeitsgemeinschaft der Bodensee Sportfischervereine, Verband Deutscher Sporttaucher, Badischer Tauchsportverband, Württembergischer Landesverband für Tauchsport, BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, NABU Bezirksverband Donau Bodensee, Badischer Tauchsportverband, Württembergischer Landesverband für Tauchsport, Badische Jäger Kreisverein Konstanz, BUND Konstanz, Angelsportverein Konstanz, Fischereiverein Untersee, Seerheinfischer Tägerwilen, Angelsportverein Gottmadingen, Sport Angler Verein Überlingen, ASV Frühauf Radolfzell, ASV Friedrichshafen)

 

Rückfragen an:

Thomas Lang
Gewässer- und Naturschutzwart
Angelsportverein Konstanz e.V.
Stellvertr. Regionalgeschäftsführerin
Reichenaustr. 51, 78467 Konstanz
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Mobil: 0179 488 6191
Dr. Antje Boll
Bund für Umwelt und Naturschutz
Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Regionalverband Bodensee-Oberschwaben
Zum Hussenstein 12, 78462 Konstanz
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Telefon: 07531 15164
Elke Dilger
Verband Badischer Berufsfischer am Bodensee e.V.



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Telefon: 07532 / 49 50 55