Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Viele Informationen, gute Gespräche am Rande, beste Versorgung
Impressionen vom BTSV Führungsseminar 04.-05.11.2016 in Offenburg

Pünktlich um 9 Uhr starteten wir, bestens versorgt mit Kaffee, Butterbrezeln und belegten Brötchen in den Tag. Doch zum faulen Zeitabsitzen kamen wir nicht.

Klaus Herrmann stieg energiegeladen in die Buch- und Kassenführung ein. Er stellte mögliche Systeme vor und erinnerte viele an die Feinheiten, die eine ordnungsgemäße Kassenführung gegenüber den Mitgliedern und dem Finanzamt bedeutet. Viele gingen im Kopf die vereinseigenen Abläufe durch und notierten fleißig mit.

Eine kurze Erholung der grauen Zellen bot die Vorstellung von der Sparte Unterwasserhockey. Conrad Wagner zeigte uns in Bild und Anschauungsmaterial, was alles dazugehört. Er bot an, interessierte Tauchvereine zu besuchen und eine Schnupperstunde zu halten oder die Interessierten können zum TCO Weinheim kommen und mittrainieren.

Danach wurde von Herrn Rodenbüsch von der ARAG aufgezeigt, was der Sportversicherungsvertrag zwischen BSB und ARAG beinhaltet und wo die Grenzen sind. Manche Feinheiten der Konstellationen zu Wegfall des Versicherungsschutzes führen oder eben nicht. Diverse Fallbeispiele von Insolvenz- und Krankenzusatzversicherung, Rechtsschutz, Unfall, Haftpflicht zwischen Verein, Mitgliedern und Nichtmitgliedern und öffentlichen Stellen wurden durchgespielt und jeweils gezeigt, wann und wann nicht Versicherungsschutz besteht oder möglich ist.
Auch hier konnten wir abchecken, ob unsere Vereine ausreichend Versicherungsschutz haben. Mir schwirrte ganz schön der Kopf.

Danach setzte Hanne noch eins drauf und erläuterte die VDST-Versicherungen und deren Besonderheiten.

Das leckere Mittagessen, bestehend aus einer Lauchkartoffelcremesuppe mit Würstchen, brachte verbrauchte Energie zurück.

Nachmittags war keine Zeit für ein Mittagsschläfchen. In drei Arbeitsgruppen machten wir uns Gedanken, wie wir Mitglieder gewinnen können in den Bereichen: Jugend, Urlaubstaucher und Best-Agers. Die angesetzte Zeit reichte kaum aus, die angeregten Diskussionen abzuschließen. Ich bin überzeugt, dass nach der Vorstellung der Ergebnisse jeder etwas an Ideen nach Hause nehmen konnte.

Nach neuesten Infos vom VDST klang der erste Tag mit einem kleinen Highlight aus:
Die Stadtführung durch mehrere Offenburger Keller. Unter sachkundiger Führung durften wir fünf verschiedene Keller besichtigen, deren Alter teilweise bis ins Mittelalter zurückreicht. Diese liegen großteils unter normalen Wohnhäusern, werden sogar als Lager genutzt oder sind als Museum renoviert worden. Schon witzig, wenn 20 Menschen die Treppe zu den öffentlichen Toiletten in der Fußgängerzone runtersteigen und dort in einer Nebentür verschwinden! Danach ließen wir den Tag gemütlich in einem Gasthaus bei gutem Essen ausklingen.

Der Sonntag war etwas entspannter.
Martina Baack stellte Neuigkeiten in der Ausbildung des BTSVs vor, interessante Details, wie z.B. den uns im Verein Aktiven zustehenden Bildungsurlaub oder geänderte Trainer C-Regelungen.

Philipp Fuchs widmete sich dem Thema der Prävention von sexualisierter Gewalt bei Jugendlichen. Er ist inzwischen Präventionsbeauftragter beim BTSV und VDST. Er appellierte eindringlich an alle, bei diesem Thema nicht wegzusehen oder zu schweigen.

Olaf Trittel machte uns Vorständen noch mal klar, dass wir eigentlich „immer mit einem Bein im Gefängnis stehen“, jedoch viele Haftungsrisiken durch Versicherungen oder Vereinssatzungszusätze minimieren können.

Noch einmal bestens versorgt von der Offenburger Tauchjugend mit Essen und Trinken, brachen wir als Abschluss auf zu der Staustufe Gambsheim am Rhein und der dortigen Fischtreppe auf französischer Seite. Der Führer erzählte uns in seinem Dialekt, nein nicht elsässisch, sondern sächsisch, von dem Aufbau und die Funktion der drei Treppen, die Zählung der Fische und allerlei amüsante Geschichten außenrum. Dramaturgisch perfekt konnten wir, als wir dann alle zum Schluss vor den Glasscheiben der Treppe saßen und zuhörten, neben kleinen anderen Fischen, einen ca. 60 cm großen, wilden Lachs bestaunen, wie er durch die Treppe flitzte - selbst für den Guide was Besonderes!

Fazit: Neben wirklich wichtigen Neuigkeiten nahm ich viele nette Gespräche und nette Gesichter mit. Das Wochenende hat sich gelohnt!

Charlotte Anzer, 1. TSC Pforzheim e.V.