Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Die Nachfrage zur Teilnahme am diesjährigen Wissenschaftstag war so groß, dass wir eine Warteliste führen mussten. Überrascht waren wir darüber jedoch nicht, denn die Themen und Referenten klangen schon im Vorfeld sehr vielversprechend.

           

Die Referenten stellten nicht nur ihre spannenden Projekte vor, sondern sie nahmen uns mit.
Durch die präsentierten Fotos und Videoaufnahmen fühlten wir uns mitten im Geschehen, so nahm uns Henrik Pohl virtuell mit zu den Unterwassergrabungen im Attersee (Österreich) und wir erlebten wie diffizil die Arbeit an der Ausgrabungsstätte ist.
Durch Claudia Weber-Gebert waren wir bei den Kanarischen Inseln in einer Herde von Schnabelwalen im Wasser und konnten ihre typischen Klicklaute zum Aufspüren von Beute hören. Besonders wichtig ist der Schutz der Tiere, die durch menschliche Einflüsse (wie z.B. ständiger Fährbetrieb zwischen den Inseln und Festland) stark gefährdet sind.
Der Höhlenforscher Joachim Kreiselmaier beschrieb seine aufwändigen Tauchgänge in der Aachquellhöhle: Mit sechs Flaschen bepackt begann das Abenteuer und die Mission „Europas erster Höhlenfisch“. Sehr beeindruckend wie man mit der Ausrüstung durch die schmalen Felsenschächte durchtauchen kann.

Nach einem sehr leckeren Mittagsimbiss, der liebevoll von Julian und Vicky vom TC Oktopus Karlsruhe e.V. zubereitet wurde – herzlichen dank euch beiden! – lauschten wir Dr. Jörg Lippolds Vortrag zur Zirkulation der Ozeane. Genauer ging es um die Auswirkungen der Meeresströmungen und um deren voraussichtliche künftige Entwicklung. Wir wissen nun, dass die Aussichten nicht unbedingt positiv sind, aber mitgenommen habe ich, dass es noch sehr lange dauern wird und nicht wie in einer Hollywoodverfilmung gleich zu einem Endzeitszenario kommt.
Nachdem dieser „Schock“ und das Mittagessen verdaut war, lauschten wir gespannt dem Vortrag von Frank Pätzold. Er zeigte uns, was wir in unseren Baggerseen vor der Haustüre alles finden – und vor allem wie die Pflanzen und Tiere heißen, denn gesehen hat man ja doch schon einiges davon.
Das Finale servierte uns Frederic Cadera: herrlich bunte Korallenriffe und ihre Bewohner.  Das Thema korrespondiert zum IYOR 2018 (international year of the reef), das erneut auf das Absterben der Riffe aufmerksam machen soll. Diese fantastische Unterwasserwelt muss erhalten bleiben und geschützt werden, das meinten auch alle anwesenden Teilnehmer.

Vielen Dank an alle Helfer/innen, die den Tag zu einem rundum gelungenen Erlebnis gemacht haben.